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Brennholz-Gewicht: Wie viel wiegt 1 Ster Holz? (kg 2026)

Wie viel wiegt 1 Ster oder Raummeter Brennholz? Gewicht in kg je Holzart (Buche, Eiche, Fichte), frisch vs. lufttrocken — plus kostenloser Gewichts-Rechner.

Von Sascha Ardeleanu · ·
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Brennholz-Gewicht berechnen — Rechner

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⚠ Transport & Anhänger

Waldfrisches Holz wiegt rund 60 % mehr als lufttrockenes — wer frisch geliefert holt, überlädt schnell den Anhänger. Die zulässige Nutzlast steht in den Fahrzeugpapieren (Feld O.1 / O.2).

Gewicht
Gesamtgewicht (ca.)
1.500 kg
≈ 1,5 Tonnen
pro Ster / Raummeter
500 kg
pro Schüttraummeter
357 kg
≙ PKW-Anhänger-Fuhren
2 × 750 kg
bei 750 kg Nutzlast (ungebremst)
Lieferschein mit Gewicht als PDF

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Schnellantwort

  • 1 Ster (= 1 Raummeter) lufttrockene Buche wiegt ca. 480–500 kg.
  • Fichte ist mit ca. 330–360 kg/Ster deutlich leichter.
  • Waldfrisch wiegt dasselbe Holz rund 60 % mehr (Buche ~800 kg/Ster).
  • Schüttraummeter: ca. 30 % weniger als ein geschichteter Raummeter.

Das Gewicht hängt an drei Dingen: Holzart, Restfeuchte und Einheit. Der Rechner oben rechnet alle drei zusammen — hier stehen die Werte zum Nachschlagen, plus wie du das Gewicht ohne Waage schätzt und worauf du beim Kauf achten musst.

Wie viel wiegt 1 Ster / Raummeter Brennholz?

Ein Ster ist dasselbe wie ein Raummeter — 1 m³ geschichtetes Holz inklusive Luft. Die folgenden Werte gelten je Ster bzw. Raummeter:

Holzartwaldfrischvorgetrocknet (25–30 %)lufttrocken (≤20 %)
Eiche~880 kg~690 kg550 kg
Buche~800 kg~625 kg500 kg
Esche~770 kg~600 kg480 kg
Birke~720 kg~560 kg450 kg
Lärche~640 kg~500 kg400 kg
Kiefer~580 kg~450 kg360 kg
Fichte~560 kg~440 kg350 kg

Faustregel: lufttrockenes Hartholz ≈ eine halbe Tonne pro Ster, Nadelholz ≈ rund 0,35 Tonnen pro Ster.

Hartholz wie Eiche und Buche ist schwerer als Nadelholz, weil das Holz dichter gewachsen ist. Auf den Raummeter gerechnet trennen Buche und Fichte rund 150 kg — bei drei Ster also fast einen halben Anhänger voll. Die Holzart entscheidet damit nicht nur über den Heizwert, sondern auch darüber, wie schwer deine Fuhre wird.

Warum frisches Holz so viel mehr wiegt

Der größte Hebel ist nicht die Holzart, sondern das Wasser. Waldfrisches Holz hat 45–55 % Restfeuchte. Fast die Hälfte des Gewichts ist also Wasser. Beim Verbrennen bringt dieses Wasser keine Wärme — es muss erst verdampft werden und frisst dabei Energie.

Beim Trocknen auf unter 20 % Restfeuchte verliert das Holz rund ein Drittel seines Gewichts. Aus 800 kg frischer Buche werden so ca. 500 kg lufttrockenes Brennholz. Die fehlenden 300 kg sind verdunstetes Wasser.

Das passiert nicht über Nacht. Buche und Eiche brauchen zwei bis drei Jahre Lagerung, bis sie wirklich trocken sind. Fichte und Kiefer sind nach ein bis anderthalb Jahren so weit. Wie du richtig stapelst, damit das Wasser auch rausgeht, steht in der Anleitung Brennholz richtig lagern.

Für das Gewicht heißt das: Frisch gekauftes Holz ist schwer, weil du Wasser mitbezahlst und mitschleppst. Wer trocken kauft, zahlt pro Kilo mehr — bekommt aber mehr Holz und weniger Wasser.

Gewicht je Einheit: Ster, Raummeter, Schüttraummeter

Die Einheit entscheidet, wie viel Holz überhaupt drinsteckt:

  • Ster / Raummeter (rm): 1 m³ geschichtet — die volle Menge.
  • Schüttraummeter (srm): 1 m³ lose in die Box gekippt. Mehr Luft, ca. 30 % weniger Holz und damit auch ca. 30 % weniger Gewicht.
  • Festmeter (fm): 1 m³ reine Holzmasse ohne Luft — am schwersten pro m³ (lufttrockene Buche ca. 700 kg/fm).

Lufttrockene Buche wiegt also rund 500 kg je Raummeter, aber nur etwa 350 kg je Schüttraummeter. Derselbe Stapel, andere Einheit, anderes Gewicht. Wer in Schüttraummetern kauft, bekommt pro Kubikmeter weniger Holz auf der Waage — das ist kein Betrug, sondern liegt an der Luft zwischen den lose gekippten Scheiten.

Gewicht ohne Waage schätzen

Du musst dein Holz nicht wiegen, um zu wissen, was es wiegt. Mit der Faustregel kommst du nah genug ran:

  1. Holzart wählen: Hartholz (Buche, Eiche, Esche) ≈ 0,5 t pro Ster lufttrocken, Nadelholz (Fichte, Kiefer) ≈ 0,35 t.
  2. Mal Anzahl Ster: 4 Ster Buche → 4 × 0,5 = rund 2 Tonnen.
  3. Einheit korrigieren: Schüttraummeter → rund 30 % abziehen. Festmeter → grob das 1,4-Fache pro m³.
  4. Feuchte korrigieren: waldfrisch → gut 60 % draufrechnen. Vorgetrocknet → rund 25 % drauf.

Beispiel: 4 Schüttraummeter waldfrische Fichte. Trocken wären das 4 × 0,35 t = 1,4 t, minus 30 % für Schüttraummeter ≈ 1,0 t, plus 60 % für frisch ≈ 1,6 Tonnen. Der Rechner oben macht genau diese Kette automatisch.

Gewicht und Heizwert — was schwer ist, heizt nicht automatisch besser

Ein häufiger Denkfehler: schwer gleich gut. Stimmt nur für trockenes Holz. Bei trockenem Brennholz steckt im höheren Gewicht tatsächlich mehr Holzmasse und damit mehr Energie — ein Raummeter Eiche wiegt mehr und heizt länger als ein Raummeter Fichte.

Bei frischem Holz ist das anders. Da kommt das Extra-Gewicht vom Wasser, nicht vom Holz. Ein schwerer, frischer Raummeter heizt schlechter als ein leichterer, trockener — weil die Energie erst ins Verdampfen geht. Mehr dazu, wie du die Feuchte misst und was die 1. BImSchV verlangt, steht unter Restfeuchte und BImSchV.

Merksatz: Gewicht ist nur dann ein Qualitätszeichen, wenn das Holz trocken ist.

Passt das auf meinen Anhänger?

Genau hier wird Gewicht zur Praxisfrage. Die zulässige Nutzlast steht in den Fahrzeugpapieren: Feld F.1 (zulässige Gesamtmasse) minus Feld G (Leermasse) ergibt deine Nutzlast. Typische Werte:

  • Ungebremster PKW-Anhänger: ca. 500–750 kg Nutzlast
  • Kleiner gebremster Anhänger: ca. 1,0–1,3 t
  • Tandem-Anhänger: ca. 2,0–2,7 t
  • 3,5-t-Gespann gesamt: je nach Zugfahrzeug und Leergewicht

Rechenbeispiel: 3 Ster lufttrockene Buche = ca. 1.500 kg. Das sind schon zwei Fuhren mit einem 750-kg-Anhänger. Dieselben 3 Ster waldfrisch wiegen ca. 2.400 kg — also drei bis vier Fuhren. Wer das unterschätzt, fährt überladen, riskiert Bußgeld und im Schadensfall den Versicherungsschutz. Der Rechner oben zeigt dir die Zahl der Fuhren direkt an.

Praktisches Beispiel

Du holst 5 Schüttraummeter lufttrockene Fichte ab:

  • pro srm Fichte trocken ≈ 250 kg
  • 5 × 250 = 1.250 kg gesamt (≈ 1,25 Tonnen)
  • mit 750-kg-Anhänger → 2 Fuhren

Dieselbe Menge waldfrisch läge bei ca. 2.000 kg — fast eine Tonne mehr, nur durch das Wasser. Du würdest also für dieselbe Heizleistung mehr fahren, mehr schleppen und mehr Sprit verbrauchen.

Brennholz nach Gewicht kaufen — worauf achten

Brennholz wird in DACH fast immer nach Volumen verkauft (Ster, Raummeter, Schüttraummeter), nicht nach Gewicht. Das Gewicht ist trotzdem dein bester Plausibilitäts-Check:

  • Frisch als trocken verkauft? Wenn ein angeblich trockener Ster Buche deutlich über 600 kg wiegt, ist er nicht trocken — dann zahlst du für Wasser.
  • Lose statt geschichtet? Ein Schüttraummeter darf weniger wiegen als ein Raummeter. Wer dir Schüttraummeter zum Raummeter-Preis verkauft, gibt dir rund 30 % weniger Holz.
  • Anhänger als Maß? „Ein Anhänger voll” ist keine Einheit. Erst das Gewicht oder das gemessene Volumen sagt, was wirklich drin ist.

Als Verkäufer drehst du das um: Wer Gewicht und Restfeuchte auf den Lieferschein schreibt, nimmt jeder Reklamation den Wind aus den Segeln.

Gewicht pro Korb, Kiste und Gitterbox

Nicht jeder kauft gleich einen ganzen Ster. Für kleine Mengen sind diese Richtwerte (lufttrocken) praktisch:

  • Holzkorb (ca. 15 L): Buche rund 5–7 kg, Fichte rund 3–5 kg.
  • Bananenkiste / Obststiege (ca. 40 L): Buche rund 14–18 kg.
  • Gitterbox (1 srm): Buche rund 350 kg, Fichte rund 250 kg — also schon eine halbe Anhängerladung.
  • Schüttsack / Big Bag (ca. 1,5 srm): Buche rund 500 kg.

Damit kannst du am Ofen abschätzen, wie oft du nachlegen musst, und beim Tragen einschätzen, ob ein Korb noch handlich ist. Ein voller Buchen-Korb mit 7 kg trägt sich deutlich anders als ein Fichten-Korb mit 4 kg.

Wie viel wiegt der Jahresvorrat?

Ein durchschnittlicher Haushalt, der mit Holz zuheizt, braucht grob 4–8 Ster pro Jahr — je nach Haus, Ofen und Wärmebedarf. In Gewicht umgerechnet bedeutet das:

  • 6 Ster Buche lufttrocken ≈ 6 × 0,5 t = rund 3 Tonnen Holz, die du einlagern, umschichten und zum Ofen tragen musst.
  • Frisch angeliefert wären dieselben 6 Ster fast 5 Tonnen — die Tonne Wasser trocknet erst über die Lagerzeit weg.

Das ist auch eine Statik-Frage: Wer den Vorrat auf einem Holzbalkon oder im Dachboden lagert, sollte die Tonnen im Kopf haben. Wie du den Bedarf genauer schätzt, steht unter Brennholz richtig lagern. Für die reine Mengen-Umrechnung hilft der Rechner oben.

Volumen statt Gewicht umrechnen?

Wenn du nicht das Gewicht, sondern die Einheiten ineinander umrechnen willst — Festmeter in Raummeter, Raummeter in Schüttraummeter, Ster in Festmeter — nimm den Festmeter-Raummeter-Schüttraummeter-Rechner. Der arbeitet mit den DIN-Holzart-Faktoren und rechnet auch den Heizwert mit.

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Häufige Fragen

Wie viel wiegt 1 Ster Holz?
Ein Ster (= 1 Raummeter) lufttrockenes Buchen-Brennholz wiegt ca. 480–500 kg. Nadelholz wie Fichte ist mit ca. 330–360 kg deutlich leichter. Waldfrisch wiegt dasselbe Holz rund 60 % mehr, weil das Wasser noch drin ist.
Wie viel wiegt 1 Raummeter Buche?
Lufttrockene Buche (≤20 % Restfeuchte) wiegt ca. 500 kg pro Raummeter. Vorgetrocknet sind es rund 625 kg, waldfrisch etwa 800 kg pro Raummeter. Raummeter und Ster bezeichnen dieselbe Menge.
Wie viel wiegt ein Schüttraummeter Holz?
Ein Schüttraummeter (lose geschüttet) enthält rund 30 % weniger Holz als ein geschichteter Raummeter. Lufttrockene Buche wiegt so ca. 350 kg pro Schüttraummeter, Fichte ca. 250 kg.
Wie viel schwerer ist frisches Brennholz?
Waldfrisches Holz wiegt rund 50–80 % mehr als lufttrockenes — im Schnitt etwa 60 %. Der Unterschied ist reines Wasser, das beim Trocknen auf unter 20 % Restfeuchte verdunstet.
Wie viel wiegt 1 Festmeter Holz?
Ein Festmeter (1 m³ reine Holzmasse) lufttrockene Buche wiegt ca. 700 kg, Fichte ca. 470 kg. Ein Festmeter ist deutlich schwerer als ein Raummeter, weil keine Luft-Zwischenräume mitzählen.
Wie schätze ich das Gewicht ohne Waage?
Nimm die Faustregel pro Ster: Hartholz lufttrocken ≈ 0,5 Tonnen, Nadelholz ≈ 0,35 Tonnen. Mal die Anzahl Ster. Für Schüttraummeter ziehst du rund 30 % ab, für waldfrisch rechnest du gut 60 % drauf.

Quellen

  1. Wald-Prinz · Festmeter Raummeter Schüttraummeter & Co.
  2. Holzumrechner.de · Gängige Holz-Einheiten
  3. PK Forst · Brennholz-Rechner Festmeter Raummeter

Hinweis: Dieser Artikel ist eine redaktionelle Zusammenfassung öffentlich zugänglicher Quellen, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Werte und Faustzahlen sind branchenüblich aggregiert (1. BImSchV · BMEL · Landesforst-Verwaltungen · agrarheute · forstpraxis). Vor MwSt-Verhandlungen oder Lieferschein-Praxis empfehlen wir eine Prüfung durch deinen Steuerberater oder die Landwirtschaftskammer. Stand der hier zitierten Quellen: 6. Juni 2026.