Trockene Buche kostet im Mai 2026 beim Holzhändler 110–145 €/Raummeter, Eiche 130–160 €, Fichte 70–105 € — beim Forstamt zahlst du ab 75 €/Festmeter, als Selbstwerber 20–40 €. Die Preise sind weiter hoch: Rekordwerte für Rohholz, Aufschläge für Hartholz, Engpässe bei trockener Buche. Hier steht, woher die Preise kommen und wo du am günstigsten kaufst.
Schnellantwort: Preis-Range Mai 2026
| Einheit | Buche | Eiche | Fichte | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Festmeter Forstamt | 75 € | 75 € | 50-65 € | Forstämter Bundesdurchschnitt |
| Raummeter Holzhändler trocken | 110-145 € | 130-160 € | 70-105 € | brennio.de Mai 2026 |
| Schüttraummeter Holzhändler trocken | 120-130 € | 130-150 € | 75-105 € | agrarheute Mai 2026 |
| Raummeter Baumarkt | 140-190 € | 150-200 € | 90-130 € | OBI/Hornbach |
| Festmeter Selbstwerber | 20-40 € | 20-40 € | 15-30 € | Forstamt-Verträge |
Preise sind grobe Range — variieren je nach Region, Saison und Trocknungs-Stufe.
Festmeter-Rechner mit Heizwert →
Preis-Entwicklung 2022-2026
2022: Energiekrise-Beginn, Brennholz-Preise verdoppeln sich (Buche von €60 auf €120/rm)
2023: Hoch-Plateau, lokale Engpässe, lange Wartezeiten
2024: Leichte Entspannung bei Nadelholz, Hartholz bleibt teuer
2025: Stabilisierung auf hohem Niveau
2026: Anfang 2026 neue Rekordwerte bei Rohholz (besonders Nadelholz). Aktuelle Marktlage Mai 2026 laut agrarheute: hohe Nachfrage, gut gefüllte Lager, aber Preise bleiben hoch.
Preise nach Verkaufs-Kanal
Forstamt (günstigste organisierte Quelle)
Forstämter verkaufen primär Stammholz ab Forststraße:
- Hartholz (Buche/Eiche): ca. 75 €/Festmeter Bundesdurchschnitt
- Nadelholz (Fichte/Kiefer): 50-65 €/Festmeter
- Du musst selbst abholen, spalten, trocknen, lagern
- Mindestabnahme oft 2-5 Festmeter
Hochrechnung Festmeter-Stammholz → Raummeter fertiges Brennholz:
- 1 fm Buche Forstamt 75 € → 1,4 rm Raummeter
- Effektiv-Preis: 53 €/rm RAUMMETER (vor Spalt + Trocknung)
- Plus Aufwand: Spalter (€200-500), Lagerplatz, 2-3 Jahre Trocknung
Holzhändler / Direktvermarkter (mittleres Preis-Niveau)
Lokaler Holzhändler oder Privatwald-Direktvermarkter verkauft gespaltenes ofenfertiges Brennholz:
- Buche trocken, 33 cm: 110-145 €/Raummeter
- Eiche trocken, 33 cm: 130-160 €/Raummeter
- Fichte trocken, 33 cm: 70-105 €/Raummeter
- Birke/Esche Mix: 100-120 €/Raummeter
- Lieferung meist inkludiert oder Pauschalpreis €30-80
Vorteil: fertige Ware, sofort heizbar, keine eigenen Werkzeuge nötig.
Baumarkt (teuerste Variante)
OBI, Hornbach, Bauhaus etc. verkaufen Brennholz in kleinen Mengen verpackt:
- 25-Liter-Säcke: oft umgerechnet 200+ €/rm
- Lose-Ware: 140-190 €/rm
- Hochpreisig aber sofort verfügbar, kleine Mengen
Geeignet für Kamin-Gelegenheitsbenutzer mit wenig Bedarf.
Selbstwerber (günstigste Variante mit Eigenleistung)
Im Staatsforst kannst du nach Selbstwerber-Vertrag Holz schlagen:
- Preis: 20-40 €/Festmeter (Region-abhängig)
- Du brauchst: Motorsägenschein, eigene Säge, eigenes Fahrzeug, eigenen Spalter
- Aufwand: 1 Festmeter = ca. 4-8 Stunden Arbeit (Schlagen + Aufarbeiten + Abtransport)
- Stundenlohn: bei 8 Stunden für 1 fm zu 30 € = effektiv 3,75 €/Stunde (NUR wenn du es als Hobby siehst)
Vorteil: günstigste Quelle, Bewegung in der Natur. Nachteil: viel Arbeit, Werkzeuge nötig.
Preis pro kWh Heizwert (objektiver Vergleich)
Pro Holzart unterscheidet sich nicht nur der Preis, sondern auch der Heizwert pro Raummeter:
| Holzart | Preis €/rm | kWh/rm | Preis pro kWh |
|---|---|---|---|
| Buche €130/rm | 130 | 2.000 | 0,065 €/kWh |
| Eiche €150/rm | 150 | 2.310 | 0,065 €/kWh |
| Esche €120/rm | 120 | 1.920 | 0,063 €/kWh |
| Birke €110/rm | 110 | 1.892 | 0,058 €/kWh |
| Fichte €80/rm | 80 | 1.575 | 0,051 €/kWh |
| Kiefer €85/rm | 85 | 1.584 | 0,054 €/kWh |
Überraschung: Fichte/Kiefer sind pro kWh oft günstiger als Buche! Aber du brauchst mehr Volumen, mehr Lagerplatz, häufigeres Nachlegen.
Vergleich zu Heizöl + Gas Mai 2026
| Heizart | Preis pro kWh |
|---|---|
| Buche Brennholz trocken | 0,065 €/kWh |
| Heizöl | 0,090 €/kWh |
| Erdgas | 0,120 €/kWh |
Brennholz schlägt Öl und Gas pro kWh — vorausgesetzt du hast einen effizienten Ofen (BImSchV-Stufe 2) und trockenes Holz. Den vollständigen kWh-Vergleich mit Pellets, Fichte, Wärmepumpe und Anschaffungskosten findest du im Brennholz vs. Heizöl/Gas/Pellets-Vergleich.
Warum Hartholz mehr kostet als Nadelholz
Buche und Eiche sind pro Raummeter teurer als Fichte — das hat zwei Gründe. Erstens wächst Hartholz langsamer und dichter, es steckt also mehr Holzmasse und mehr Heizwert im selben Volumen. Zweitens ist Hartholz beliebter: Es brennt ruhiger, hält die Glut länger und rußt weniger. Diese Nachfrage treibt den Preis.
Rechnet man aber auf den Heizwert pro Kilowattstunde um, schmilzt der Vorteil. Eine Fichte für 80 €/rm liefert ihre Wärme oft günstiger als eine Buche für 130 €/rm — du brauchst nur mehr Volumen, mehr Lagerplatz und musst öfter nachlegen. Wer Platz hat, fährt mit Nadelholz oder einem Mix oft günstiger.
Versteckte Kosten beim Brennholz-Kauf
Der Preis pro Raummeter ist nur die halbe Wahrheit. Diese Posten machen ein günstiges Angebot schnell teuer:
- Einheit: Schüttraummeter zum Raummeter-Preis = rund 30 % weniger Holz. Immer nachfragen, in welcher Einheit der Preis gilt — der Festmeter-Rechner macht die Angebote vergleichbar.
- Restfeuchte: „Frisch” gekauft heißt zwei Jahre warten oder schlecht heizen. Trocken kostet mehr, ist aber sofort nutzbar.
- Spaltung & Länge: Ungespalten oder in 1-Meter-Scheiten ist billiger, macht aber Arbeit. Ofenfertig (25–33 cm, gespalten) kostet Aufschlag.
- Lieferung: 30–80 € je Tour. Bei kleinen Mengen frisst das den Mengenrabatt auf.
Faustregel: Vergleiche immer trocken, gespalten, pro Raummeter, frei Haus — sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Beispiel: Anbieter A nennt 60 €/Schüttraummeter, Anbieter B 120 €/Raummeter — beide trocken. Umgerechnet ist 1 rm ≈ 1,4 srm, also kostet A rund 84 €/rm, B 120 €/rm. A wirkt halb so teuer, ist real aber nur rund 30 % günstiger — und liefert vielleicht nicht frei Haus. Erst nach der Umrechnung steht fest, wer wirklich billiger ist.
Saison-Preise — wann am günstigsten kaufen
| Monat | Preisniveau | Lieferzeit |
|---|---|---|
| Januar-Februar | Höchstpreis | 2-4 Wochen Wartezeit |
| März-Mai | Normalpreis | 1-2 Wochen |
| Juni-August | Tiefstpreis (-15-25%) | sofort |
| September | leicht steigend | 1 Woche |
| Oktober-November | Preis-Anstieg | 2-3 Wochen |
| Dezember | hoch | 3-4 Wochen |
Bestzeitpunkt zum Kaufen: Juni-August. Brennholz-Verkäufer suchen Käufer für die nächste Saison, Lager voll, Preise reduziert. Plus: deine eigene Trocknungszeit beginnt.
Was Brennholz-Direktvermarkter beim Preis-Setzen beachten
Wenn du als Direktvermarkter selbst Brennholz verkaufst, ist die Preis-Kalkulation entscheidend:
Selbstkosten pro Raummeter
- Stammholz-Einkauf (oder Eigenwert eigenes Holz): 50-70 €/fm = 35-50 €/rm
- Maschinen-Abschreibung (Spalter, Säge): 5-15 €/rm
- Diesel + Stromkosten: 3-8 €/rm
- Lagerplatz-Kosten: 2-5 €/rm
- Arbeitszeit: 8-15 €/rm
- Selbstkosten gesamt: ca. 53-93 €/rm
Verkaufspreis-Empfehlung Mai 2026
- Buche trocken: 120-145 €/rm (Marge 30-50 €)
- Eiche trocken: 135-160 €/rm (Marge 40-60 €)
- Fichte trocken: 80-105 €/rm (Marge 20-35 €)
- Mix: 100-130 €/rm
Plus optional:
- Lieferung: +30-80 € je Tour
- Kammergetrocknet: +30-50 €/rm
- Direkt-im-Kamin-Stapel: +20-30 € Aufwand
Preise-Fehler vermeiden
- Zu billig: „Ich verschenk doch nichts” — wenn die Arbeit nicht entlohnt ist, lohnt sich der Aufwand nicht
- Zu teuer: Kunden gehen zum Holzhändler 30 km weiter
- Versteckte Kosten: Lieferung muss aufgeschlüsselt sein, nicht in den Raummeter-Preis verstecken
- Unterschiedliche Holzarten gleicher Preis: Buche darf nicht das gleiche kosten wie Fichte