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Holz-Heizwert-Tabelle 2026: kWh pro Raummeter und Kilogramm

Heizwert-Tabelle für Brennholz: kWh pro Raummeter und pro Kilogramm für Buche, Eiche, Fichte und Co. - plus Vergleich mit Heizöl, Gas und Pellets und die Rolle der Restfeuchte.

Von Sascha Ardeleanu · ·

Der Heizwert von Holz hängt fast nur von zwei Dingen ab: der Holzart und der Restfeuchte. Pro Kilogramm liefern alle Hölzer ähnlich viel Energie - rund 4,2 kWh. Pro Raummeter trennt sich die Spreu vom Weizen, weil schwere Harthölzer schlicht mehr Masse enthalten. Und die Feuchte kann den nutzbaren Heizwert glatt halbieren. Diese Tabelle zeigt die Werte für die gängigen Holzarten und vergleicht sie mit Heizöl, Gas und Pellets.

Wer Brennholz vergleicht, sollte den Heizwert kennen. Ein Raummeter billiges Weichholz kann am Ende teurer sein als ein Raummeter Buche, weil du mehr davon brauchst. Der Energiegehalt ist die ehrliche Vergleichsgröße hinter dem Preis pro Meter.

Heizwert pro Raummeter nach Holzart

Die folgende Tabelle zeigt den ungefähren Heizwert pro Raummeter bei einer Restfeuchte von etwa 15 bis 20 Prozent - also gut abgelagertem, ofenfertigem Holz. Die Werte schwanken je nach Quelle und Wuchsbedingungen leicht.

HolzartHeizwert (kWh/rm)Gewicht (kg/rm)Brennverhalten
Hainbucheca. 2.100ca. 570sehr ruhig, lange Glut
Robinieca. 2.100ca. 560hart, lange Glut
Bucheca. 1.940ca. 530ruhig, Standardholz
Eicheca. 1.945ca. 540sehr ruhig, gerbstoffreich
Escheca. 2.000ca. 540ruhig, gut spaltbar
Birkeca. 1.750ca. 470dekorativ, schnell weg
Kieferca. 1.570ca. 430harzig, Funkenflug
Fichteca. 1.480ca. 400harzig, schnell entzündlich

Die Reihenfolge ist klar: Schwere Harthölzer wie Hainbuche, Robinie, Eiche und Buche führen die Liste an. Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer liegen rund ein Viertel darunter. Den direkten Preis-Leistungs-Vergleich der drei wichtigsten Sorten findest du im Artikel Buche, Eiche und Fichte im Vergleich.

Warum der Wert pro Kilogramm fast gleich ist

Ein verbreitetes Missverständnis: Buche heize besser, weil das Holz selbst energiereicher sei. Das stimmt so nicht. Pro Kilogramm liefern fast alle trockenen Holzarten zwischen 4,0 und 4,3 Kilowattstunden. Ein Kilogramm Fichte hat sogar minimal mehr Heizwert als ein Kilogramm Buche, weil das Harz energiereich ist.

Der entscheidende Unterschied ist die Dichte. Ein Raummeter Buche wiegt rund 530 Kilogramm, ein Raummeter Fichte nur etwa 400. In das gleiche Volumen passt also deutlich mehr Buchenmasse - und damit mehr Energie. Wer nach Raummeter kauft, kauft bei Hartholz mehr Energie fürs gleiche Volumen. Wer nach Gewicht kauft, zahlt für beide Holzarten praktisch das Gleiche pro Kilowattstunde. Die genaue Umrechnung von Gewicht und Volumen steht im Ratgeber Brennholzgewicht nach Ster und Raummeter.

Die Restfeuchte ist der größte Hebel

Kein Faktor senkt den Heizwert so stark wie die Feuchtigkeit. Frisch geschlagenes Holz enthält 50 bis 60 Prozent Wasser. Beim Verbrennen muss dieses Wasser zuerst verdampfen - und das frisst Energie, die dann nicht als Wärme im Raum ankommt.

Die Zahlen sind eindeutig: Holz mit 50 Prozent Feuchte hat nur etwa die Hälfte des nutzbaren Heizwerts von trockenem Holz. Erst unter 20 Prozent Restfeuchte gibt Holz seine volle Wärme ab. Das ist auch der Grund, warum die 1. BImSchV für den Ofenbetrieb trockenes Holz verlangt.

Das bedeutet in der Praxis: Die Trocknung ist der größte Hebel für mehr Wärme aus dem gleichen Holz. Wer frisch geschlagenes Holz ein bis zwei Jahre richtig ablagert, verdoppelt den nutzbaren Heizwert - ohne einen Cent mehr auszugeben. Wie du die Feuchte misst und das Holz richtig trocknest, steht im Ratgeber Brennholzbedarf und Jahresplanung.

Brennholz im Vergleich zu Heizöl, Gas und Pellets

Um den Heizwert greifbar zu machen, hilft der Vergleich mit anderen Brennstoffen. Als Faustwerte:

  • 1 Liter Heizöl entspricht etwa 10 kWh
  • 1 Kubikmeter Erdgas entspricht etwa 10 kWh
  • 1 Kilogramm Holzpellets entspricht etwa 4,8 bis 5 kWh

Daraus folgt: Ein Raummeter trockene Buche mit rund 2.000 kWh ersetzt etwa 200 Liter Heizöl, etwa 200 Kubikmeter Erdgas oder rund 400 Kilogramm Pellets. Diese Umrechnung zeigt, warum Brennholz bei eigener Aufarbeitung einer der günstigsten Brennstoffe bleibt - der Energiegehalt pro Euro ist schwer zu schlagen, solange das Holz trocken ist. Den vollständigen Kostenvergleich findest du im Artikel Brennholz gegen Heizöl, Gas und Pellets.

Heizwert und Preis zusammen denken

Der Heizwert allein sagt noch nichts über die Wirtschaftlichkeit. Erst im Verhältnis zum Preis wird er aussagekräftig. Ein Beispiel: Kostet ein Raummeter Buche 120 Euro und liefert 2.000 kWh, zahlst du 6 Cent pro Kilowattstunde. Kostet ein Raummeter Fichte 90 Euro und liefert nur 1.480 kWh, zahlst du gut 6 Cent - also fast dasselbe, obwohl die Fichte billiger wirkt.

Genau hier lohnt sich die Tabelle: Sie verhindert den Trugschluss, dass billiges Holz automatisch günstig heizt. Wer den Preis pro Kilowattstunde rechnet statt pro Raummeter, trifft die bessere Entscheidung. Die aktuelle Preislage liefert der Ratgeber Brennholzpreise 2026.

Heizwert nach Restfeuchte: konkrete Werte

Wie stark die Feuchte den nutzbaren Heizwert drückt, zeigt diese Übersicht für Buche. Sie macht greifbar, warum sich das Trocknen lohnt:

RestfeuchteZustandnutzbarer Heizwert (ca.)
50-60 %frisch geschlagenrund die Hälfte
30-35 %ein Jahr gelagertdeutlich reduziert
20 %ofenfertig (Mindestziel)nahezu voll
15 %sehr gut abgelagertvoller Heizwert

Der Sprung von frischem zu trockenem Holz verdoppelt also praktisch die Wärme aus dem gleichen Scheit. Kein anderer Faktor ist so wirksam und dabei kostenlos. Wer Holz mindestens zwei Jahre richtig lagert, holt das Maximum heraus.

Brennwert oder Heizwert: der feine Unterschied

In Tabellen und Angeboten tauchen zwei Begriffe auf, die oft verwechselt werden. Der Heizwert beschreibt die Energie, die bei der Verbrennung tatsächlich als Wärme nutzbar wird - dabei entweicht der Wasserdampf ungenutzt mit dem Abgas. Der Brennwert liegt etwas höher, weil er zusätzlich die Energie aus dem kondensierenden Wasserdampf einrechnet.

Für klassische Kaminöfen und Holzheizungen ist der Heizwert die richtige Größe, weil diese Geräte die Kondensationswärme nicht nutzen. Nur moderne Brennwertkessel holen einen Teil davon zurück - bei Scheitholzöfen spielt das keine Rolle. Wenn du Holzarten vergleichst, achte deshalb auf den Heizwert. Die Werte in der Tabelle oben sind Heizwerte und damit die für den Hausgebrauch passende Größe. Wer tiefer einsteigen will, findet die Einordnung auch beim Vergleich Brennholz gegen Heizöl, Gas und Pellets.

Heizwert in der Praxis: was das für deinen Vorrat bedeutet

Die Tabellenwerte werden greifbar, wenn man sie auf einen realen Haushalt überträgt. Ein durchschnittlicher Kaminofen als Zusatzheizung verbraucht über die Saison vier bis sechs Raummeter Holz. Bei Buche mit rund 2.000 kWh pro Raummeter sind das etwa 8.000 bis 12.000 kWh Wärme - genug, um an kalten Tagen einen Wohnbereich spürbar mitzuheizen und die Zentralheizung zu entlasten.

Wer dieselbe Wärme mit Fichte erzeugen will, braucht spürbar mehr Raummeter, weil der Heizwert pro Raummeter rund ein Viertel niedriger liegt. Das bedeutet mehr Lagerplatz, mehr Aufwand beim Nachlegen und mehr Transport. Genau deshalb greifen viele zu Hartholz, obwohl der Raummeter teurer ist: Die Rechnung geht über die Heizleistung auf, nicht über den Stückpreis.

Für die Jahresplanung heißt das konkret: Erst den Wärmebedarf abschätzen, dann über den Heizwert die nötige Holzmenge bestimmen. So vermeidest du, dass der Vorrat mitten im Winter ausgeht oder dass du unnötig viel Lagerfläche blockierst. Eine genaue Bedarfsrechnung nach Wohnfläche liefert der Ratgeber Brennholzbedarf pro Wohnfläche. Mit Heizwert und Bedarf zusammen planst du deinen Holzkauf verlässlich.

Fazit: Holzart und Trocknung entscheiden

Der Heizwert von Brennholz folgt zwei einfachen Regeln. Erstens: Pro Raummeter gewinnt schweres Hartholz, weil mehr Masse mehr Energie bedeutet. Zweitens: Trockenes Holz schlägt feuchtes mit Abstand, weil Feuchte den nutzbaren Heizwert halbiert. Wer beide Regeln beherzigt - Hartholz kaufen und richtig trocknen - holt das Maximum aus jedem Raummeter. Die Tabelle oben ist dabei die ehrliche Vergleichsgröße hinter dem Preis pro Meter.

Häufige Fragen

Welches Holz hat den höchsten Heizwert pro Raummeter?
Schwere Harthölzer wie Hainbuche, Robinie, Eiche und Buche liefern pro Raummeter die meiste Energie - rund 1.900 bis 2.100 kWh. Der Grund ist die hohe Dichte: In einem Raummeter steckt schlicht mehr Holzmasse. Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer liegen mit 1.400 bis 1.700 kWh deutlich darunter.
Warum ist der Heizwert pro Kilogramm bei allen Holzarten fast gleich?
Pro Kilogramm liefern alle trockenen Holzarten ähnlich viel Energie, etwa 4,0 bis 4,3 kWh. Der Unterschied liegt nicht im Holz selbst, sondern in der Dichte: Ein Kilogramm Buche und ein Kilogramm Fichte haben fast denselben Heizwert - aber ein Raummeter Buche wiegt deutlich mehr als ein Raummeter Fichte.
Wie stark senkt Feuchtigkeit den Heizwert?
Sehr stark. Frisches Holz mit 50 Prozent Feuchte hat nur etwa die Hälfte des nutzbaren Heizwerts von trockenem Holz, weil die Energie zuerst das Wasser verdampfen muss. Erst unter 20 Prozent Restfeuchte erreicht Holz seinen vollen Heizwert. Trocknung ist deshalb der größte Hebel für mehr Wärme.
Wie viel Heizöl ersetzt ein Raummeter Buche?
Ein Raummeter trockene Buche liefert rund 2.000 kWh und ersetzt damit etwa 200 Liter Heizöl oder 200 Kubikmeter Erdgas. Das macht Brennholz bei eigener Aufarbeitung zu einem der günstigsten Brennstoffe - vorausgesetzt, das Holz ist richtig getrocknet.

Quellen

  1. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) — Energiegehalt von Holz
  2. C.A.R.M.E.N. e.V. — Biomasse und Heizwerte
  3. Energie-Experten — Brennwert-Tabellen für Brennholz nach Holzart

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Hinweis: Dieser Artikel ist eine redaktionelle Zusammenfassung öffentlich zugänglicher Quellen, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Werte und Faustzahlen sind branchenüblich aggregiert (1. BImSchV · BMEL · Landesforst-Verwaltungen · agrarheute · forstpraxis). Vor MwSt-Verhandlungen oder Lieferschein-Praxis empfehlen wir eine Prüfung durch deinen Steuerberater oder die Landwirtschaftskammer. Stand der hier zitierten Quellen: 17. Juni 2026.